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Bitte schon mal vormerken! Radsternfahrt 2024


Eine Fahrradreise in Norwegen

Ein Vortrag von Hans Brigl von seiner Fahrradreise in Norwegen

Am Mittwoch, den 28.2.2024

Zeit: 20:00

Ort: Gaststätte am Waldspielplatz, Waldspielplatz 1, 85276 Hettenshausen


Fahrrad-Ausblick 2024: ADFC fordert ideologiefreie Verkehrspolitik

 

Der Fahrradclub ADFC blickt kritisch auf das Jahr 2023 zurück. Die Bundesregierung hat die Mittel für den Radverkehr deutlich zurückgefahren, der geplante flächendeckende Ausbau der Radwegenetze ist kaum vorangekommen, das Sicherheitsgefühl der Radfahrer ist weiterhin schlecht – und vor allem: Die dringend notwendige Modernisierung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) ist durch die Blockade einiger Bundesländer vorerst gescheitert. Für das Jahr 2024 fordert der ADFC eine ideologiefreie Verkehrspolitik und die schnelle Einigung beim StVG zugunsten der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

ADFC-Bundesvorsitzender Frank Masurat sagt: „Leider haben wir 2023 den Eindruck gewonnen, dass Verkehrspolitik immer parteitaktischer und ideologischer wird. Im Vordergrund stehen immer öfter nicht das Gemeinwohl, nicht die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden, nicht die faire Aufteilung des Straßenraums, nicht die Freiheit der Verkehrsmittelwahl auch auf dem Land – sondern partikuläre Interessen des motorisierten Verkehrs und künstlich aufgeheizte Debatten. Die legitimen Interessen von Radfahrern und von Fußgängern, mehr Schutz und Freiraum auf der Straße zu bekommen, werden als ideologisch gebrandmarkt und diskreditiert. Gleichzeitig erinnert das Festhalten an den jahrzehntealten Privilegien des Autoverkehrs selbst an eine Ideologie. Damit muss 2024 wirklich Schluss sein. Deutschland muss zu einer sachorientierten Verkehrspolitik kommen, die allen dient und den Klimaschutz ernstnimmt. Dazu gehört ein kraftvoll modernisiertes Straßenverkehrsgesetz, das Platz und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer gewährleistet - nicht nur für die, die im Auto sitzen.“

2023 – Durchhänger beim Straßenverkehrsrecht
Die Bundesregierung hat sich mit dem Nationalen Radverkehrsplan vorgenommen, den Radverkehr bis 2030 zu verdoppeln und für durchgängige und sichere Radwegenetze im ganzen Land zu sorgen. Das Jahr 2023 hat zu diesem Ziel allerdings kaum beigetragen. Der ADFC-Fahrradklima-Test zeigte im April, dass 245.000 Befragte weiterhin unzufrieden mit den Bedingungen zum Radfahren sind. 80 Prozent finden die Radwege zu schmal und 70 Prozent fühlen sich beim Radfahren nicht sicher. Im Bundeshaushalt 2024 sind weitere Kürzungen geplant. Statt der notwendigen jährlichen Fahrradmilliarde zur Kofinanzierung von Radinfrastruktur in den Kommunen sind 2024 weniger als die Hälfte vorgesehen. Masurat: „Die härteste Bremse für den zukünftigen Ausbau der Radwegenetze allerdings war das vorläufige Scheitern der StVG-Reform im Bundesrat. Die Bundesregierung verfehlt so ihren eigenen Koalitionsvertrag und die Ziele des Nationalen Radverkehrsplans zugleich. Für viele Menschen in Deutschland bedeutet das, auch für kürzere Wege weiterhin ins Auto gezwungen zu sein, weil sichere und komfortable Alternativen für die tägliche Mobilität schlichtweg fehlen.“

2024 – StVG-Reform und jährliche Fahrradmilliarde endlich sichern
Der ADFC fordert von der Politik, klimafreundliche und sichere Mobilität für alle Menschen in Deutschland zu ermöglichen - und dafür Ideologien und Parteitaktik zu überwinden. Dafür müssen Bund und Länder im Vermittlungsausschuss eine Lösung für die vorerst gescheiterte Verkehrsrechtsreform finden, die den Kommunen endlich Spielräume für die Neuverteilung von Verkehrsflächen gibt und gleichzeitig die Zahl der Verkehrstoten und Schwerstverletzten gemäß Vision Zero gen Null bringt. Städte und Gemeinden müssen die Chancen des Radverkehrs nutzen, ohne ihn gegen den Fußverkehr auszuspielen oder als Anti-Auto-Maßnahme zu verteufeln. Außerdem fordert der ADFC anstelle zeitlich befristeter Förderprogramme einen Fonds, der die Finanzierung des Radwegebaus langfristig sicherstellt. Die Höhe des Fonds muss sich an der jährlichen „Fahrradmilliarde“ orientieren, die die Verkehrsministerkonferenz als notwendig definiert hat.


Das 1-Euro-Radlticket kommt – mit vielen Einschränkungen

 

ADFC Bayern und Radentscheid Bayern fordern seit langem eine einfachere und kostengünstige Radmitnahme im bayerischen ÖPNV. Bayern belegt hier beim ADFC-Fahrradklima-Test seit Jahren den letzten Platz. Die Bayerische Staatsregierung hat deshalb im April die Radmitnahme für einen Euro pro Fahrt angekündigt. Am 10. Dezember startet nun die erste Einführungsstufe dieses neuen Radl-Tickets.

München, 28. November 2023 – Der ADFC ist froh, dass das Versprechen kurzfristig umgesetzt und nun ein erster Schritt gemacht wird, um die Radmitnahme zumindest zeitweise günstiger zu machen. Das eigentliche Ziel, die Radmitnahme zu vereinfachen und zuverlässiger zu ermöglichen, ist aber noch nicht erreicht, denn in der ersten Einführungsstufe gelten aufgrund mangelnder Platzkapazitäten noch viele Einschränkungen. So gilt das Ticket zum Beispiel nicht auf einigen besonders wichtigen Strecken, wie z.B. im München-Nürnberg-Express, und zudem den ganzen Sommer über nicht an Wochenenden und Feiertagen. Um das Fahrrad dann im Zug mitzunehmen, muss man weiterhin auf die bisherigen, deutlich teureren, Fahrradtageskarten zurückgreifen.

ADFC: Einschränkungen fürs Radlticket müssen aufgehoben werden
Bernadette Felsch, Vorsitzende des ADFC Bayern, erklärt: „Der Kauf des richtigen Fahrradtickets war bisher schon eine Wissenschaft für sich. Das 1-Euro-Ticket als zusätzliches Angebot wird das leider nicht einfacher machen. Wir sind aber froh, dass wir als ADFC in die Planungen des neuen Radltickets einbezogen wurden und den Verkehrsunternehmen klar machen konnten, in welche Richtung die Reise gehen muss und dass das neue Angebot nur ein erster Schritt sein kann. Allen ist klar, dass die anfangs noch nötigen Restriktionen baldmöglichst Schritt für Schritt aufgehoben werden müssen.“

Es braucht mehr Platz fürs Rad im Zug
Besonders die Kapazitäten für Fahrräder in den Zügen müssten deutlich erweitert werden. Aus Sicht des ADFC optimal sind dafür beispielsweise die neuen Doppelstockzüge, die DB Regio beim Franken-Thüringen-Express ab dem 10. Dezember einsetzt. Sie bieten viel Platz für Fahrräder, Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren. Weil es noch lange dauern wird, bis derartige Züge auf allen gut ausgelasteten Strecken in Bayern eingesetzt werden können und weil wegen des neuen Radltickets und Deutschland-Tickets mehr Kapazitäten benötigt werden, fordert der ADFC Bayern, bei Strecken mit hoher Nachfrage längere oder zusätzliche Züge mit speziellen Fahrradwagons einzusetzen.

Verlängerte Bahnsteige als Teil der Lösung
Außerhalb des Berufs- und Schülerverkehrs könnten nach Einschätzung des ADFC hierzu genügend Fahrzeuge und Trassen schon kurzfristig zur Verfügung stehen. Auch könnten Bahnsteige relativ schnell verlängert werden, wenn der Bund im Zuge der Entbürokratisierung zahlreiche stark zeitverzögernd wirkende Richtlinien außer Kraft setzen würde.

Bernadette Felsch: „Wenn ausreichend Kapazitäten vorhanden sind, gibt es kaum Konkurrenzen zwischen Fahrgästen mit und ohne Rad. Vermutlich wäre eine komplett kostenlose Radmitnahme zudem für alle einfacher und günstiger, wie man in unseren Nachbarbundesländern sieht: In Baden-Württemberg können Fahrräder im Regionalverkehr außerhalb des morgendlichen Berufsverkehrs auf fast allen Linien gratis mitgenommen werden. In Thüringen gilt die kostenlose Fahrradmitnahme sogar rund um die Uhr.


Reform StVG im Bundesrat gescheitert - ADFC befürchtet Stillstand beim Ausbau der Radwegenetze

 

Der Fahrradclub ADFC ist schockiert, dass die Reform des Straßenverkehrsgesetzes heute im Bundesrat gescheitert ist. Er befürchtet weitere Verschlechterungen für die Sicherheit von Radfahrerinnen und Radfahrern und den Stillstand beim Ausbau der Radwegenetze im ganzen Land. Der ADFC fordert Bund und Länder auf, im Vermittlungsausschuss zügig eine Einigung zu finden, die die Verkehrswende in den Kommunen nicht weiter blockiert.   

ADFC-Bundesvorsitzender Frank Masurat sagt: „Es ist unfassbar: Sowohl das Bundesverkehrsministerium als auch der Verkehrsausschuss im Bundesrat haben sich klar dafür ausgesprochen, dass der Radverkehr mehr Platz braucht – und um Zustimmung für die Reform des Straßenverkehrsgesetzes geworben. Trotzdem haben neun Bundesländer der dringend notwendigen Reform in letzter Minute die Zustimmung verweigert. Dieses Verhalten der Bundesländer ist rückständig und unverantwortlich. Es gefährdet die Sicherheit des Radverkehrs, es gefährdet den zügigen Ausbau der Radwegenetze, es gefährdet die Schaffung klimaresilienter Kommunen. Bund und Länder müssen jetzt im Vermittlungsausschuss schnell eine Lösung finden, wie die Reform noch umgesetzt werden kann – wie im Koalitionsvertrag vorgesehen.“

Straßenverkehrsgesetz aus der Kaiserzeit endlich reformieren

Das aus der Kaiserzeit stammende Straßenverkehrsgesetz fördert die Sicherheit und Leichtigkeit des Autoverkehrs und führt in der Praxis dazu, dass geschützte Radfahrstreifen, Fahrradstraßen oder großflächiges Tempo 30 außerhalb von Wohnquartieren von Kommunen oftmals nicht umgesetzt werden können. Deshalb drängen der ADFC und die Kommunen seit Langem auf die Reform des Gesetzes. Die Bundesregierung hat die Reform des StVG im Koalitionsvertrag festgeschrieben und einen brauchbaren Gesetzesvorschlag gemacht. Dieser droht nun durch die Verweigerung von neun Bundesländern zu scheitern.


Bildergalerie 2023


 



Deutschland ist Fahrradland

 

2030 ist Deutschland Fahrradland. Das ist unser Ziel. 30 Prozent aller Wege werden dann mit dem Fahrrad zurückgelegt. Deutlich mehr Menschen als heute lassen das Auto stehen und nehmen stattdessen das Rad. Wir schützen das Klima und die Umwelt und tun etwas für unsere Gesundheit. Wir haben lebenswerte Städte frei vom täglichen Verkehrschaos. Menschen leben sicherer. Mobilität auf dem Land ist erschwinglich geworden, da es überall gute Radwege gibt.

Als ADFC-Mitglied sehen sie schon: Wir haben uns viel vorgenommen. Wir sind mutig und wollen hoch hinaus. In Zeiten der Klimakrise und des Krieges in Europa sehen wir trotzdem zuversichtlich in die Zukunft. Denn: Das Fahrrad ist die Lösung für viele der aktuellen Probleme! Noch wird die Kraft des Fahrrads nicht überall anerkannt. Doch das werden wir ändern. Wir werden dafür sorgen, dass das Fahrrad als Verkehrsmittel in all seinen Aspekten ernstgenommen wird: in seiner Bedeutung für die Verkehrswende, als Wirtschaftsfaktor und auch im Fahrradtourismus mit seiner Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Um das zu erreichen, haben wir einen Plan erarbeitet:

Unsere Zukunftsstrategie – www.adfc.de/zukunftsstrategie – weist uns den Weg, wie wir das Fahrradland erreichen. Und wir laden Sie ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen. Nur zusammen können wir Deutschland zum Fahrradland machen. Dass wir Sie an unserer Seite haben, macht uns stark!

Fürs neue Jahr wünschen wir uns allen also die Verkehrswende, nicht mehr und nicht weniger. Daher unsere Bitte:

Leiten Sie diese Information weiter, erzählen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis vom ADFC, denn jedes Mitglied macht uns stärker auf dem Weg zum Fahrradland! Mehr Informationen unter www.adfc.de/mitgliedschaft!

Vielen Dank und in großer Vorfreude auf ein erfolgreiches Fahrradjahr – verbunden mit den besten Wünschen für 2023!

© ADFC Pfaffenhofen 2024

KV PAF